Ziviler Ungehorsam 2007 …

Labels: altona, fundstücke, komik, verkehr
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Schreiberling
In meinem neuen Spreadshirt-Shop gibt es ab sofort nicht nur hinreißend hübsche Hemdchen mit dem Bloglogo, sondern auch ebenso verzierte Teddys (aber keine Eisbärbabys, leider …).
Einst schoss er scharf in Wimbledon, inzwischen kämpft Ex-Tennisstar Michael Stich mit allen verfügbaren Waffen gegen Aids.
In Peter Weirs 30 Jahre altem Filmklassiker „Die letzte Flut“ häufen sich mitten in einer australischen Großstadt seltsame Vorzeichen einer großen Katastrophe, von der die düster schweigenden Aboriginies längst wissen.
Beim Konzert von Ragna Schirmer in der stuck- und goldtrunkenen Laeiszhalle (Foto) kämpfe ich öfter mit dem Schlaf, was aber nicht an ihr liegt.Labels: essen, laeiszhalle, live, mark, musik
Gegenüber auf dem Flachdach turnen plötzlich zwei Jungs herum. Sie laufen hin und her, gehen dann zur Dachkante am Innenhof und werfen zwei weiße, offenbar gewichtige Päckchen hinunter. Schätzgewicht: vier Kilogramm.Labels: davidwache, polizei, seilerstraße, st. pauli
Im Park Planten un Blomen blüht die Kirsche, Eichhörnchen turnen durchs Gehölz, und die Schilder an den Bäumen, die transsaisonal vor brüchigen Eisflächen auf den Teichen warnen, wirken wie ein schlechter Witz, über den wir trotzdem schmunzeln müssen an einem Strahletag wie diesem.Labels: planten un blomen, st. pauli, tiere
Den Gehweg am U-Bahnhof Feldstraße (Foto: Bildarchiv Hamburg) nutzen zwei Obdachlose als Spielplatz. Der eine ist ein junger Kerl mit verlottertem Irokesenschnitt; sein Gesicht ist aufgedunsen von Schnaps und Sorgen, und er hat sich über Jahre ernst und konzentriert einen Biafrabauch angetrunken.
Eine der schönsten Preziosen im SZ-Magazin ist die Anagrammrubrik „Gemischtes Doppel“. Dort werden Worte bebildert, die bei vertauschten Silbenanlauten einen neuen Sinn ergeben, wenn auch oft einen recht absurden.
Einmal die Reeperbahn überquert, und schon stoßen wir auf etwas, das uns wirklich noch gefehlt hat: einen Wochenmarkt. Überall Ökogemüse (Foto), Obst, Eier, Käse – und St.Pauli-Trikots, klar.Labels: einzelhandel, ms. columbo, reeperbahn, st. pauli
Auf der Verkehrsinsel zwischen Holsten- und Simon-von-Utrecht-Straße steht morgens ein Zeitungsverkäufer. Der Mann ist Mitte 60, er trägt stets eine Umhängetasche über dem leuchtend roten Poncho.
Wir erinnern uns: Ich versuche seit einiger Zeit, ein überschüssiges HSV-Ticket loszuwerden. Bei Ebay geriet ich allerdings sofort ins Visier des argusäugigen HSV, der eine Stornierung der Auktion erwirkte.
Manchem hier missfallen ja meine sonntäglichen Ausflüge zum Penny-Markt an der Reeperbahn, doch auch heute habe ich es wieder getan. Und immer erlebt man was.Labels: lebensmittel, ms. columbo, penny, reeperbahn
Ein Showcase unterscheidet sich grundsätzlich von einem normalen Konzert. Beim Showcase zahlt niemand Eintritt, alle sind eingeladen. Anwesend sind Journalisten, die auf Häppchen und kostenlosen Wein hoffen, sowie Angehörige der zuständigen Plattenfirma.Labels: live, musik, musikbranche, reeperbahn, st. pauli
Sicher, St. Pauli hat viele Nachteile: Hundedreck, verhaltensgestörte Menschen, der verzweifelte Lärm temporärer Lebenslust. Doch es hat auch Vorteile: Manchmal fällt man gleichsam aus der Haustür in den richtigen Konzertsaal.Labels: live, musik, seilerstraße
Der Ampelpfahl vorm Bahnhof Altona, an dem ich mich allmorgendlich während der üblichen Rotphase faul abstütze, um nicht vom Fahrrad steigen zu müssen, war schon oft ein Quell der Freude.
Lieber HSV,
Zwei Dinge im Zusammenhang mit dem Eintrag von vorgestern sind geradezu erschütternd. Zum einen der abgebildete echte Haushaltstipp, der in der aktuellen Ausgabe der „Frau von Heute“ auf der gleichen Seite steht wie mein gefälschter.
Haushaltstipps von Leserinnen für Leserinnen sind eine feste Rubrik in billigen Yellow-Press-Blättern. Da erzählen etwa mit allen Abwaschwassern gespülte Frauen, sie würfen Butterpapier nie weg, weil man die dran klebenden Fettreste ja immer noch dazu verwenden könne, ein Backblech einzuschmieren. Toll!Liebe Lesertipp-Redaktion,Ms. Columbo war nach der Lektüre skeptisch. Meine Rucola-Erörterung fand sie verräterisch, einfach zu starken Tobak. Reflektierte die „Frau von Heute“-Leserin jenseits der 50 wirklich über Sprachmoden?
abends mache ich meinem Mann und den Kindern oft einen Salat, meistens Rauke ("Rukola" ist mir zu "NEUMODISCH"!!). Jetzt mein Tipp: Ich nehme das Abtropfwasser aus der Salatschleuder als Gießwasser für die Blumen! Und zwar nicht nur deswegen, weil das Wasser sonst einfach weggeschüttet wird, sondern auch wegen der Nährstoffe, die beim Salatwaschen ins Wasser gespült werden, sie wirken wie Dünger!! Meine Blumen wachsen seitdem wunderbar! Allein was ich an Phosphat spare ist imens. Hoffentlich ist dieser Tipp nützlich für alle „FRAU VON HEUTE“-LeserInnen.
Sehr geehrte Frau Wagner,Tja – bingo! Es ist ein gutes Gefühl, meine Mutter um zehn Euro reicher gemacht zu haben. Aus dieser Aktion würde ich nun gerne ein blogosphäreweites Stöckchen machen.
vielen Dank für die Zusendung Ihres Lesertipps!
Der Tipp zum Thema Salatwasser hat uns so gut gefallen, daß wir ihn in der FRAU VON HEUTE Ausgabe 11 vom 9. März 2007 auf S. 37 veröffentlicht haben.
Ihre Bankverbindung hatten Sie uns ja bereits genannt, aber unsere Buchhaltung benötigt noch Ihre Postanschrift. Es kann dann bis zu vier Wochen dauern, bis Sie den Betrag über 10,- Euro erhalten. Wir möchten Sie daher um Verständnis und etwas Geduld bitten.
Mit den besten Grüßen aus Hamburg
Promoterin: „Hallo, ich habe dir das neue Album von The Dingenskirchens geschickt. Planst du eine Rezession?“Labels: job, komik, musikbranche, sprache, wirtschaft
Kim Wilde war in den 80ern der feuchte Traum einer ganzen Generation, und heute Abend steht eine Teilmenge dieser Generation in der Großen Freiheit, um den feuchten Traum von einst zu feiern. Der steht in Leder und wasserstoffblond und etwas kräftiger als damals auf der Bühne, doch auch die Generation Kim vermochte den Jahren, die ins Land zogen, keinen entscheidenden Widerstand entgegenzusetzen.
Wieder hat es ein Großkonzern geschafft, willige Mietmäuler aus der Blogosphäre zum Missbrauch ihrer eigenen Blogs zu bewegen – mit simpler Bestechung auf Eurobasis.
Braucht noch jemand eine sehr gute Sitzplatzkarte (Lage s. roten Pfeil rechts) für das Knallerspiel des klaren Uefacup-Kandidaten HSV gegen den Marcelinho-Club VfL Wolfsburg?Labels: auktion, ebay, fußball, sport, veranstaltung
Die in Aussicht gestellte Fortsetzung folgte prompt. Nachdem die erste Antwort auf meine Petition zum Urheberrecht acht Monate auf sich warten ließt, waren es nach der Veröffentlichung im Blog nun kaum acht Stunden. Darin erregt sich der Bundestagsabgeordnete Niels Annen (SPD) ziemlich über meinen Eintrag von gestern.
Im Juni letzten Jahren beteiligte ich mich an einer Protestaktion gegen das neue Urheberrecht, das zum einen die Kreativen schlechter stellte, zum andern tiefe Eingriffe in den privaten Gebrauch erworbener Kulturprodukte vorsah.